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Warum Städte biobasierte Materialien brauchen

Bonn, 20. April 2026. Der Umbau unserer Städte braucht mehr als CO2-armen Zement. Bio-Materialien können Emissionen senken, Arbeitsplätze und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken – aber werden oft übersehen. 

Vom 20. - 22. April suchen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Industrie auf dem Sustainable Buildings and Construction Summit in Lausanne nach Lösungen zur Dekarbonisierung der bebauten Umwelt. Der Druck ist enorm. Der Gebäudesektor verursacht jährlich mehr als ein Drittel der globalen CO2-Emissionen, während die Urbanisierung in vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen rasant wächst – besonders in Subsahara-Afrika. Entscheidend ist, ob Lösungen schnell verfügbar und realisierbar sind und wirtschaftliche Vorteile bieten. International gilt CO2-armer Beton wie LC3 häufig als schnelle Lösung, weil er kaum Verfahrensanpassungen braucht. Wirtschaftliche Impulse sind jedoch begrenzt – sie könnten wachsen, wenn biobasierte Materialien den Baumix ergänzen.

Viele Länder in Subsahara-Afrika stehen vor drei Herausforderungen. Erstens müssen sie Wohnraum für eine schnell wachsende, oft einkommensschwache Stadtbevölkerung schaffen. Bereits heute fehlen ca. 50 Millionen Wohneinheiten; bis 2030 könnten es 130 Millionen sein. Zweitens steht die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zentrum politischer Agenden. In Kenia etwa drängt jährlich rund eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Drittens geht es darum, die wirtschaftliche Entwicklung auf einen umweltfreundlicheren Pfad zu lenken. Infrastruktur und Gebäude machen diese Weichenstellung besonders folgenreich: CO2-intensives Bauen verschlechtert die Emissionsbilanz, heizt die Städte auf und erschwert die Wiederverwendung von Materialien. Da ein Großteil der Gebäude in Subsahara-Afrika erst noch entstehen wird, besteht die Chance, kostspielige Nachrüstungen zu vermeiden – vorausgesetzt, dies geht mit notwendigen Veränderungen im Bausektor des Globalen Nordens einher.

Die Umstellung auf CO2-armen Beton kann diese Herausforderungen nur teilweise adressieren: die Bereitstellung von Wohnraum und die Dekarbonisierung des Bauwesens. LC3 erfordert nur minimale Anpassungen in Zementfabriken und wird wie herkömmlicher Beton verarbeitet. Modellrechnungen zeigen, dass sich das Material insbesondere für mehrstöckige Gebäude eignet, wo sein CO2-Fußabdruck geringer ist als der einer Kombination aus biobasierten Materialien und gebrannten Tonziegeln. Für diese Gebäudetypen ist LC3 daher sinnvoll. Viele Häuser in Subsahara-Afrika sind jedoch einstöckig, auch in Zukunft. Die Emissionen hängen also in hohem Maße von der Materialzusammensetzung und den Transportwegen ab.

Hier kommen biobasierte Materialien ins Spiel. Bislang werden sie unterschätzt, obwohl sie alle drei Herausforderungen zugleich adressieren können. Verbesserte Lehmziegel, Holz oder Bambus sind kostengünstig und arbeitsintensiver als LC3. Sie schaffen lokale Wertschöpfung, fördern kleine und mittlere Unternehmen und reduzieren Transportkosten, da sie vor Ort produziert werden können. Für den sozialen Wohnungsbau sind sie besonders geeignet: Studien aus Ruanda zeigen, dass die Wandbaukosten um 60 % oder mehr sinken können – durch verbesserte Produktionsstandards auch ohne Einbußen bei Stabilität und Haltbarkeit. Unsere Untersuchungen zeigen zudem, dass biobasierte Materialien in Kigali umweltfreundlichere und bessere Arbeitsplätze schaffen können. Eine flächendeckende Einführung scheitert bislang an Hindernissen auf Angebots- und Nachfrageseite, darunter geringes Bewusstsein sowie die Wahrnehmung mangelnder Qualität, die den Zugang zu Finanzierung erschweren.

Daraus ergibt sich ein klar zu definierender hybrider Ansatz: LC3 für mehrstöckige Gebäude und tragende Konstruktionen sowie biobasierte Materialien für einstöckige Wohnhäuser und nichttragende Innenwände, wo diese oft günstiger und lokal besser geeignet sind. In Ruanda muss die Regierung klare Vorgaben machen, damit Unternehmen auf diese Materialien umstellen. Ähnliche hybride Ansätze sind in ganz Subsahara-Afrika vielversprechend, doch die Anwendung biobasierter Materialien erfordert lokal verankerte Forschung. Geeignete Materialien hängen ab von a) der Art des Bodens und den lokal verfügbaren Materialien, b) der Importabhängigkeit bei Zement, Stahl usw. sowie c) den Transport- und Lebenszykluskosten. Nachhaltiges Holz und Myzel mögen für Europa geeignet sein, Bambus für Asien, während in Subsahara-Afrika stabilisierte Lehmziegel, Erd-Zement-Mischungen und Pflanzen wie Rohrkolben ein großes Potenzial bieten.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sollte die wirtschaftlichen Zusatznutzen und das Entwicklungspotenzial für lokale Unternehmen, die mit biobasierten Materialien arbeiten, international stärker hervorheben. In der eigenen Projektarbeit sollte nachhaltigeres Bauen als Ziel verankert werden, einschließlich der Nutzung biobasierter Materialien zur Schaffung grüner Arbeitsplätze. Die konkreten biobasierten Materialien und die zu unterstützenden Wertschöpfungsketten müssen im Vorfeld für jedes Land sorgfältig analysiert werden, insbesondere hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität von Erde, der Import-Export-Struktur und Zölle für Baumaterialien, der Marktbedingungen sowie Engpässe auf Angebots- und Nachfrageseite. Gleichzeitig erfordert die Anwendung biobasierter Materialien politischen Willen vor Ort, um sich gegen Interessen im Bausektor durchzusetzen, sowie klare staatliche Vorgaben, die Orientierung bieten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für nachhaltige Alternativen schaffen. Dieser Weg mag langsamer erscheinen als andere Lösungen, ist jedoch realisierbar und dürfte den wirtschaftlichen Nutzen für die Partnerländer erhöhen.

Warum Städte biobasierte Materialien brauchen

Bonn, 20. April 2026. Der Umbau unserer Städte braucht mehr als CO2-armen Zement. Bio-Materialien können Emissionen senken, Arbeitsplätze und lokale Wirtschaftskreisläufe stärken – aber werden oft übersehen. 

Vom 20. - 22. April suchen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Industrie auf dem Sustainable Buildings and Construction Summit in Lausanne nach Lösungen zur Dekarbonisierung der bebauten Umwelt. Der Druck ist enorm. Der Gebäudesektor verursacht jährlich mehr als ein Drittel der globalen CO2-Emissionen, während die Urbanisierung in vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen rasant wächst – besonders in Subsahara-Afrika. Entscheidend ist, ob Lösungen schnell verfügbar und realisierbar sind und wirtschaftliche Vorteile bieten. International gilt CO2-armer Beton wie LC3 häufig als schnelle Lösung, weil er kaum Verfahrensanpassungen braucht. Wirtschaftliche Impulse sind jedoch begrenzt – sie könnten wachsen, wenn biobasierte Materialien den Baumix ergänzen.

Viele Länder in Subsahara-Afrika stehen vor drei Herausforderungen. Erstens müssen sie Wohnraum für eine schnell wachsende, oft einkommensschwache Stadtbevölkerung schaffen. Bereits heute fehlen ca. 50 Millionen Wohneinheiten; bis 2030 könnten es 130 Millionen sein. Zweitens steht die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zentrum politischer Agenden. In Kenia etwa drängt jährlich rund eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Drittens geht es darum, die wirtschaftliche Entwicklung auf einen umweltfreundlicheren Pfad zu lenken. Infrastruktur und Gebäude machen diese Weichenstellung besonders folgenreich: CO2-intensives Bauen verschlechtert die Emissionsbilanz, heizt die Städte auf und erschwert die Wiederverwendung von Materialien. Da ein Großteil der Gebäude in Subsahara-Afrika erst noch entstehen wird, besteht die Chance, kostspielige Nachrüstungen zu vermeiden – vorausgesetzt, dies geht mit notwendigen Veränderungen im Bausektor des Globalen Nordens einher.

Die Umstellung auf CO2-armen Beton kann diese Herausforderungen nur teilweise adressieren: die Bereitstellung von Wohnraum und die Dekarbonisierung des Bauwesens. LC3 erfordert nur minimale Anpassungen in Zementfabriken und wird wie herkömmlicher Beton verarbeitet. Modellrechnungen zeigen, dass sich das Material insbesondere für mehrstöckige Gebäude eignet, wo sein CO2-Fußabdruck geringer ist als der einer Kombination aus biobasierten Materialien und gebrannten Tonziegeln. Für diese Gebäudetypen ist LC3 daher sinnvoll. Viele Häuser in Subsahara-Afrika sind jedoch einstöckig, auch in Zukunft. Die Emissionen hängen also in hohem Maße von der Materialzusammensetzung und den Transportwegen ab.

Hier kommen biobasierte Materialien ins Spiel. Bislang werden sie unterschätzt, obwohl sie alle drei Herausforderungen zugleich adressieren können. Verbesserte Lehmziegel, Holz oder Bambus sind kostengünstig und arbeitsintensiver als LC3. Sie schaffen lokale Wertschöpfung, fördern kleine und mittlere Unternehmen und reduzieren Transportkosten, da sie vor Ort produziert werden können. Für den sozialen Wohnungsbau sind sie besonders geeignet: Studien aus Ruanda zeigen, dass die Wandbaukosten um 60 % oder mehr sinken können – durch verbesserte Produktionsstandards auch ohne Einbußen bei Stabilität und Haltbarkeit. Unsere Untersuchungen zeigen zudem, dass biobasierte Materialien in Kigali umweltfreundlichere und bessere Arbeitsplätze schaffen können. Eine flächendeckende Einführung scheitert bislang an Hindernissen auf Angebots- und Nachfrageseite, darunter geringes Bewusstsein sowie die Wahrnehmung mangelnder Qualität, die den Zugang zu Finanzierung erschweren.

Daraus ergibt sich ein klar zu definierender hybrider Ansatz: LC3 für mehrstöckige Gebäude und tragende Konstruktionen sowie biobasierte Materialien für einstöckige Wohnhäuser und nichttragende Innenwände, wo diese oft günstiger und lokal besser geeignet sind. In Ruanda muss die Regierung klare Vorgaben machen, damit Unternehmen auf diese Materialien umstellen. Ähnliche hybride Ansätze sind in ganz Subsahara-Afrika vielversprechend, doch die Anwendung biobasierter Materialien erfordert lokal verankerte Forschung. Geeignete Materialien hängen ab von a) der Art des Bodens und den lokal verfügbaren Materialien, b) der Importabhängigkeit bei Zement, Stahl usw. sowie c) den Transport- und Lebenszykluskosten. Nachhaltiges Holz und Myzel mögen für Europa geeignet sein, Bambus für Asien, während in Subsahara-Afrika stabilisierte Lehmziegel, Erd-Zement-Mischungen und Pflanzen wie Rohrkolben ein großes Potenzial bieten.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sollte die wirtschaftlichen Zusatznutzen und das Entwicklungspotenzial für lokale Unternehmen, die mit biobasierten Materialien arbeiten, international stärker hervorheben. In der eigenen Projektarbeit sollte nachhaltigeres Bauen als Ziel verankert werden, einschließlich der Nutzung biobasierter Materialien zur Schaffung grüner Arbeitsplätze. Die konkreten biobasierten Materialien und die zu unterstützenden Wertschöpfungsketten müssen im Vorfeld für jedes Land sorgfältig analysiert werden, insbesondere hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität von Erde, der Import-Export-Struktur und Zölle für Baumaterialien, der Marktbedingungen sowie Engpässe auf Angebots- und Nachfrageseite. Gleichzeitig erfordert die Anwendung biobasierter Materialien politischen Willen vor Ort, um sich gegen Interessen im Bausektor durchzusetzen, sowie klare staatliche Vorgaben, die Orientierung bieten und gleiche Wettbewerbsbedingungen für nachhaltige Alternativen schaffen. Dieser Weg mag langsamer erscheinen als andere Lösungen, ist jedoch realisierbar und dürfte den wirtschaftlichen Nutzen für die Partnerländer erhöhen.

Towards an urban political ecology of coastal land reclamation

Coasts, deltas and estuaries have been reshaped for generations by land reclamation projects for the purposes of expanding settlements and agricultural lands as well as protecting coasts. Since the mid-twentieth century, technical progress has allowed for land reclamation to occur at an unprecedented speed and scale. Regardless of the key role that land reclamation has had in the past as well as in more recent coastal urbanisation efforts, the issue has received insufficient attention from human geographers, urban political ecologists and marine social scientists. In this paper, I aim to advance the land reclamation research by suggesting a new conceptual framework that combines concepts and empirical insights from urban political ecology (UPE), anthropology, political geography and political economy. This approach considers the representational, legal and material dimensions of urban coastal mega-projects and helps to identify those who benefit and those who lose due to land reclamation. I conclude that a focus on land reclamation can help to understand that ‘land’ is a fundamental requirement for urbanisation. Land in coastal cities is not ‘out there’; it has to be created. To investigate the making of land requires integrating the often-neglected coastal geomorphologies, marine sites of sediment extraction and understanding how they are discursively shaped and transformed by human interventions on urban coasts into UPE.

Towards an urban political ecology of coastal land reclamation

Coasts, deltas and estuaries have been reshaped for generations by land reclamation projects for the purposes of expanding settlements and agricultural lands as well as protecting coasts. Since the mid-twentieth century, technical progress has allowed for land reclamation to occur at an unprecedented speed and scale. Regardless of the key role that land reclamation has had in the past as well as in more recent coastal urbanisation efforts, the issue has received insufficient attention from human geographers, urban political ecologists and marine social scientists. In this paper, I aim to advance the land reclamation research by suggesting a new conceptual framework that combines concepts and empirical insights from urban political ecology (UPE), anthropology, political geography and political economy. This approach considers the representational, legal and material dimensions of urban coastal mega-projects and helps to identify those who benefit and those who lose due to land reclamation. I conclude that a focus on land reclamation can help to understand that ‘land’ is a fundamental requirement for urbanisation. Land in coastal cities is not ‘out there’; it has to be created. To investigate the making of land requires integrating the often-neglected coastal geomorphologies, marine sites of sediment extraction and understanding how they are discursively shaped and transformed by human interventions on urban coasts into UPE.

Towards an urban political ecology of coastal land reclamation

Coasts, deltas and estuaries have been reshaped for generations by land reclamation projects for the purposes of expanding settlements and agricultural lands as well as protecting coasts. Since the mid-twentieth century, technical progress has allowed for land reclamation to occur at an unprecedented speed and scale. Regardless of the key role that land reclamation has had in the past as well as in more recent coastal urbanisation efforts, the issue has received insufficient attention from human geographers, urban political ecologists and marine social scientists. In this paper, I aim to advance the land reclamation research by suggesting a new conceptual framework that combines concepts and empirical insights from urban political ecology (UPE), anthropology, political geography and political economy. This approach considers the representational, legal and material dimensions of urban coastal mega-projects and helps to identify those who benefit and those who lose due to land reclamation. I conclude that a focus on land reclamation can help to understand that ‘land’ is a fundamental requirement for urbanisation. Land in coastal cities is not ‘out there’; it has to be created. To investigate the making of land requires integrating the often-neglected coastal geomorphologies, marine sites of sediment extraction and understanding how they are discursively shaped and transformed by human interventions on urban coasts into UPE.

Zusammen ist man weniger allein: Mit Team Europe 2.0 die europäische Entwicklungspolitik stärken

Die internationale Ordnung ist in einem tiefgreifenden Wandel, wobei Großmachtrivalitäten eine Neu-ordnung globaler Machtstrukturen vorantreiben. Dies hat auch Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik. In vielen EU-Mitgliedstaaten gehen die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zurück; gleichzeitig richten EU-Länder ihre verbleibenden Mittel stärker an Eigeninteressen aus. Bislang werden diese Reformen weitestgehend bilateral ausdefiniert, wohingegen eine politische Debatte über Rolle, Mehrwert und gemeinsame Ausgestaltung der EU-Entwicklungspolitik weitestgehend fehlt. Doch ohne eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit wird es Europa nicht gelingen, auf die aktuellen weltpolitischen Umbrüche eine adäquate Antwort zu geben.
In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Reformbestrebungen in der europäischen Entwick-lungspolitik die Zusammenarbeit und Komplementarität stärken müssen, um wirksam auf die veränderte geopolitische Lage reagieren zu können. Unsere Analyse zeigt vier inhaltliche Handlungsfelder, auf die sich laufende Reformprozesse europäischer Akteure konzentrieren und auf denen Entwicklungspolitik wichtige Beiträge leisten soll:
1. Wirtschaftsförderung und Einbindung des Privatsektors; 2. Sicherheitspolitik; 3. Steuerung und Gestaltung von Migration; 4. Menschliche Entwicklung und Armutsreduktion, insbesondere in LDCs (Least Developed Countries).
Eine gemeinsame strategische Ausrichtung Europas auf diesen Handlungsfeldern fehlt jedoch bisher. Diese gemeinsamen strategischen Prioritäten auszuhandeln erfordert eine Neubelebung des politischen Dialogs zwischen EU-Institutionen und Mit-gliedstaaten sowie eine Weiterentwicklung des „Team Europe“-Ansatzes. „Team Europe 2.0“ hätte dann zwei Funktionen: die inhaltliche Komplementarität „nach innen“ zu stärken durch eine Verständigung darauf, wie die unterschiedlichen Akteure jeweils zu gemeinsam festgelegten Zielsetzungen beitragen; und „nach außen“, um sichtbar zu machen, wofür Europa strategisch steht.
Kernelement von Team Europe 2.0 sollte ein verbesserter inhaltlicher Austausch in themenspezifi-schen, informellen Gruppen unter Führung einzelner Mitgliedstaaten und der Kommission sein. Solche „thematischen Champions“ könnten die Entwicklung gemeinsamer Strategien für größere, transformative Initiativen erleichtern. Ein verbesserter politischer Dialog und inhaltliche Abstimmung in Schlüsselbe-reichen der europäischen Entwicklungspolitik sind Voraussetzungen für ein geeintes und strategischeres Auftreten von „Team Europe“ nach außen, auch in multilateralen Kontexten.

Zusammen ist man weniger allein: Mit Team Europe 2.0 die europäische Entwicklungspolitik stärken

Die internationale Ordnung ist in einem tiefgreifenden Wandel, wobei Großmachtrivalitäten eine Neu-ordnung globaler Machtstrukturen vorantreiben. Dies hat auch Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik. In vielen EU-Mitgliedstaaten gehen die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zurück; gleichzeitig richten EU-Länder ihre verbleibenden Mittel stärker an Eigeninteressen aus. Bislang werden diese Reformen weitestgehend bilateral ausdefiniert, wohingegen eine politische Debatte über Rolle, Mehrwert und gemeinsame Ausgestaltung der EU-Entwicklungspolitik weitestgehend fehlt. Doch ohne eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit wird es Europa nicht gelingen, auf die aktuellen weltpolitischen Umbrüche eine adäquate Antwort zu geben.
In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Reformbestrebungen in der europäischen Entwick-lungspolitik die Zusammenarbeit und Komplementarität stärken müssen, um wirksam auf die veränderte geopolitische Lage reagieren zu können. Unsere Analyse zeigt vier inhaltliche Handlungsfelder, auf die sich laufende Reformprozesse europäischer Akteure konzentrieren und auf denen Entwicklungspolitik wichtige Beiträge leisten soll:
1. Wirtschaftsförderung und Einbindung des Privatsektors; 2. Sicherheitspolitik; 3. Steuerung und Gestaltung von Migration; 4. Menschliche Entwicklung und Armutsreduktion, insbesondere in LDCs (Least Developed Countries).
Eine gemeinsame strategische Ausrichtung Europas auf diesen Handlungsfeldern fehlt jedoch bisher. Diese gemeinsamen strategischen Prioritäten auszuhandeln erfordert eine Neubelebung des politischen Dialogs zwischen EU-Institutionen und Mit-gliedstaaten sowie eine Weiterentwicklung des „Team Europe“-Ansatzes. „Team Europe 2.0“ hätte dann zwei Funktionen: die inhaltliche Komplementarität „nach innen“ zu stärken durch eine Verständigung darauf, wie die unterschiedlichen Akteure jeweils zu gemeinsam festgelegten Zielsetzungen beitragen; und „nach außen“, um sichtbar zu machen, wofür Europa strategisch steht.
Kernelement von Team Europe 2.0 sollte ein verbesserter inhaltlicher Austausch in themenspezifi-schen, informellen Gruppen unter Führung einzelner Mitgliedstaaten und der Kommission sein. Solche „thematischen Champions“ könnten die Entwicklung gemeinsamer Strategien für größere, transformative Initiativen erleichtern. Ein verbesserter politischer Dialog und inhaltliche Abstimmung in Schlüsselbe-reichen der europäischen Entwicklungspolitik sind Voraussetzungen für ein geeintes und strategischeres Auftreten von „Team Europe“ nach außen, auch in multilateralen Kontexten.

Zusammen ist man weniger allein: Mit Team Europe 2.0 die europäische Entwicklungspolitik stärken

Die internationale Ordnung ist in einem tiefgreifenden Wandel, wobei Großmachtrivalitäten eine Neu-ordnung globaler Machtstrukturen vorantreiben. Dies hat auch Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik. In vielen EU-Mitgliedstaaten gehen die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zurück; gleichzeitig richten EU-Länder ihre verbleibenden Mittel stärker an Eigeninteressen aus. Bislang werden diese Reformen weitestgehend bilateral ausdefiniert, wohingegen eine politische Debatte über Rolle, Mehrwert und gemeinsame Ausgestaltung der EU-Entwicklungspolitik weitestgehend fehlt. Doch ohne eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit wird es Europa nicht gelingen, auf die aktuellen weltpolitischen Umbrüche eine adäquate Antwort zu geben.
In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Reformbestrebungen in der europäischen Entwick-lungspolitik die Zusammenarbeit und Komplementarität stärken müssen, um wirksam auf die veränderte geopolitische Lage reagieren zu können. Unsere Analyse zeigt vier inhaltliche Handlungsfelder, auf die sich laufende Reformprozesse europäischer Akteure konzentrieren und auf denen Entwicklungspolitik wichtige Beiträge leisten soll:
1. Wirtschaftsförderung und Einbindung des Privatsektors; 2. Sicherheitspolitik; 3. Steuerung und Gestaltung von Migration; 4. Menschliche Entwicklung und Armutsreduktion, insbesondere in LDCs (Least Developed Countries).
Eine gemeinsame strategische Ausrichtung Europas auf diesen Handlungsfeldern fehlt jedoch bisher. Diese gemeinsamen strategischen Prioritäten auszuhandeln erfordert eine Neubelebung des politischen Dialogs zwischen EU-Institutionen und Mit-gliedstaaten sowie eine Weiterentwicklung des „Team Europe“-Ansatzes. „Team Europe 2.0“ hätte dann zwei Funktionen: die inhaltliche Komplementarität „nach innen“ zu stärken durch eine Verständigung darauf, wie die unterschiedlichen Akteure jeweils zu gemeinsam festgelegten Zielsetzungen beitragen; und „nach außen“, um sichtbar zu machen, wofür Europa strategisch steht.
Kernelement von Team Europe 2.0 sollte ein verbesserter inhaltlicher Austausch in themenspezifi-schen, informellen Gruppen unter Führung einzelner Mitgliedstaaten und der Kommission sein. Solche „thematischen Champions“ könnten die Entwicklung gemeinsamer Strategien für größere, transformative Initiativen erleichtern. Ein verbesserter politischer Dialog und inhaltliche Abstimmung in Schlüsselbe-reichen der europäischen Entwicklungspolitik sind Voraussetzungen für ein geeintes und strategischeres Auftreten von „Team Europe“ nach außen, auch in multilateralen Kontexten.

La Slovaquie va contester la législation européenne interdisant les importations de gaz russe

Euractiv.fr - Mon, 04/20/2026 - 09:28

Craignant que Budapest ne change de cap sous une nouvelle direction, Bratislava porte l'affaire devant la plus haute juridiction de l'UE

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Letzte FCAS-Vermittlungsversuche zwischen Deutschland und Frankreich scheitern

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 09:25
Die Tatsache, dass zwei widersprüchliche Berichte vorliegen, macht deutlich, wie weit die Standpunkte der beiden Seiten auseinanderliegen. Bundeskanzler Merz soll angeblich bis Dienstag entscheiden, ob das Programm fortgesetzt wird.

Rapporteur | 20. April

Euractiv.de - Mon, 04/20/2026 - 09:24
Wahlen in Bulgarien: Die Bulgaren strömten in Scharen zu den Urnen, um die Mitte-Rechts-Partei GERB abzuwählen. Hochrechnungen zufolge liegt die neue Partei Progressives Bulgarien des pro-russischen ehemaligen Präsidenten Rumen Radev mit rund 44 % an der Spitze, nachdem sie im Wahlkampf mit Versprechen zur Korruptionsbekämpfung geworben hatte. Das Ergebnis deutet auf ein zersplittertes Parlament hin, aber auch auf […]

Indignation face à un géant chinois sur le point de décrocher un contrat européen de 320 millions d’euros en Afrique

Euractiv.fr - Mon, 04/20/2026 - 09:16

« C'est complètement dingue », a déclaré un député européen à propos d'un soumissionnaire chinois proposant un prix inférieur de plus de moitié à celui de son concurrent suédois

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DRAFT REPORT on the proposal for a regulation of the European Parliament and of the Council establishing Global Europe - PE784.222v02-00

DRAFT REPORT on the proposal for a regulation of the European Parliament and of the Council establishing Global Europe
Committee on Foreign Affairs
Committee on Development
Robert Biedroń, Michael Gahler

Source : © European Union, 2026 - EP

Strengthening European development policy: the case for Team Europe 2.0

The international order is undergoing profound change as rivalry among major powers realigns the global balance. This is also having an impact on European development policy. In many European Union (EU) member states, funding for official development assistance (ODA) is declining. At the same time, EU countries are reforming their development policies and increasingly channelling their remaining resources towards priorities that serve primarily their own interests. So far, these reforms have largely been defined bilaterally, whereas a political debate on the role, added value and joint objectives of EU development policy is largely absent. Yet, without strengthening European cooperation in development policy, Europe will not succeed in providing an adequate response to the current upheavals in global politics.
In this policy brief, we argue that reform efforts in European development policy must strengthen co-operation and complementarity to respond effectively to the changed geopolitical landscape. Our analysis identifies four key policy areas where European actors are pursuing ongoing reforms and where development policy should make significant contributions: 
1) promoting economic cooperation and private-sector engagement, 2) security policy, 3) managing and shaping migration and 4) human development including poverty reduction, particularly in least developed countries (LDCs). So far, a joint European strategic direction in these areas has been lacking. Negotiating these shared priorities requires a revitalisation of the political dialogue between EU institutions and member states, as well as further development of the “Team Europe” approach. “Team Europe 2.0” would then have two functions: to strengthen substantive complementarity “internally” through an understanding of how the various actors individually contribute to jointly defined objectives; and “externally” by making visible what Europe stands for strategically.
A key element of Team Europe 2.0 should be an improved substantive dialogue among member states and within issue-specific, informal groups co-facilitated by individual member states and the European Commission. Such “thematic champions” could initiate the development of joint strategies for larger, transformative initiatives. Improved political dialogue and coordination on substance in key areas of European development policy are prerequisites for a united and more strategic external presence of “Team Europe”, including in multilateral contexts.

 

 

Strengthening European development policy: the case for Team Europe 2.0

The international order is undergoing profound change as rivalry among major powers realigns the global balance. This is also having an impact on European development policy. In many European Union (EU) member states, funding for official development assistance (ODA) is declining. At the same time, EU countries are reforming their development policies and increasingly channelling their remaining resources towards priorities that serve primarily their own interests. So far, these reforms have largely been defined bilaterally, whereas a political debate on the role, added value and joint objectives of EU development policy is largely absent. Yet, without strengthening European cooperation in development policy, Europe will not succeed in providing an adequate response to the current upheavals in global politics.
In this policy brief, we argue that reform efforts in European development policy must strengthen co-operation and complementarity to respond effectively to the changed geopolitical landscape. Our analysis identifies four key policy areas where European actors are pursuing ongoing reforms and where development policy should make significant contributions: 
1) promoting economic cooperation and private-sector engagement, 2) security policy, 3) managing and shaping migration and 4) human development including poverty reduction, particularly in least developed countries (LDCs). So far, a joint European strategic direction in these areas has been lacking. Negotiating these shared priorities requires a revitalisation of the political dialogue between EU institutions and member states, as well as further development of the “Team Europe” approach. “Team Europe 2.0” would then have two functions: to strengthen substantive complementarity “internally” through an understanding of how the various actors individually contribute to jointly defined objectives; and “externally” by making visible what Europe stands for strategically.
A key element of Team Europe 2.0 should be an improved substantive dialogue among member states and within issue-specific, informal groups co-facilitated by individual member states and the European Commission. Such “thematic champions” could initiate the development of joint strategies for larger, transformative initiatives. Improved political dialogue and coordination on substance in key areas of European development policy are prerequisites for a united and more strategic external presence of “Team Europe”, including in multilateral contexts.

 

 

Strengthening European development policy: the case for Team Europe 2.0

The international order is undergoing profound change as rivalry among major powers realigns the global balance. This is also having an impact on European development policy. In many European Union (EU) member states, funding for official development assistance (ODA) is declining. At the same time, EU countries are reforming their development policies and increasingly channelling their remaining resources towards priorities that serve primarily their own interests. So far, these reforms have largely been defined bilaterally, whereas a political debate on the role, added value and joint objectives of EU development policy is largely absent. Yet, without strengthening European cooperation in development policy, Europe will not succeed in providing an adequate response to the current upheavals in global politics.
In this policy brief, we argue that reform efforts in European development policy must strengthen co-operation and complementarity to respond effectively to the changed geopolitical landscape. Our analysis identifies four key policy areas where European actors are pursuing ongoing reforms and where development policy should make significant contributions: 
1) promoting economic cooperation and private-sector engagement, 2) security policy, 3) managing and shaping migration and 4) human development including poverty reduction, particularly in least developed countries (LDCs). So far, a joint European strategic direction in these areas has been lacking. Negotiating these shared priorities requires a revitalisation of the political dialogue between EU institutions and member states, as well as further development of the “Team Europe” approach. “Team Europe 2.0” would then have two functions: to strengthen substantive complementarity “internally” through an understanding of how the various actors individually contribute to jointly defined objectives; and “externally” by making visible what Europe stands for strategically.
A key element of Team Europe 2.0 should be an improved substantive dialogue among member states and within issue-specific, informal groups co-facilitated by individual member states and the European Commission. Such “thematic champions” could initiate the development of joint strategies for larger, transformative initiatives. Improved political dialogue and coordination on substance in key areas of European development policy are prerequisites for a united and more strategic external presence of “Team Europe”, including in multilateral contexts.

 

 

Russia’s African Cannon Fodder

Africa - INTER PRESS SERVICE - Mon, 04/20/2026 - 08:17

Credit: Rajesh Jantilal/AFP

By Andrew Firmin
LONDON, Apr 20 2026 (IPS)

On 7 April, the government of Cameroon published a list of 16 of its citizens confirmed killed fighting for Russia against Ukraine. That means the number of Cameroon citizens killed in this distant war has likely surpassed a hundred, making the country the biggest victim of a Russian recruitment drive increasingly focused on Africa.

Conflict attrition

When Vladimir Putin launched Russia’s full-scale invasion of Ukraine in February 2022, he probably assumed the war would be over in days. But now it has ground on past the four-year mark, and Russia’s tactics have brought horrendous loss of life on both sides. Putin treats his soldiers’ lives as disposable, throwing wave after wave of troops at Ukrainian lines in what have been called ‘meat grinder’ assaults. Amid pervasive disinformation, casualty estimates vary widely. A project to count confirmed deaths puts Russian military fatalities at over 206,000, while some estimates reach 1.3 million. Russia is reportedly losing soldiers faster than it can replace them.

Putin has turned to North Korean dictator Kim Jong Un: since 2024, North Korean forces have been fighting alongside Russian troops. Over 20,000 have been deployed, with a reported 6,000 casualties. Russia has also recruited from Central Asian countries and long-term allies such as Cuba. Ukraine too has brought in thousands of foreign fighters, including Colombian mercenaries. Now Russia is increasingly turning to Africa.

Russia’s African strategy

Putin has spent years cultivating relationships with African states, helping Russia resist international isolation and counter pressure from western states. The military relationship has been two-way: Russian mercenaries from the shadowy Wagner Group, now closely controlled by the government, have been deployed in as many as 18 African countries, including Burkina Faso, the Central African Republic and Mali. In some, they fight alongside government forces against insurgent groups; in others, including Libya, where two rival governments contest power, and Sudan, home to a brutal civil war, they’re backing one of two sides fighting for power. Wherever they operate, Russian mercenaries are accused of committing atrocities.

Russia’s arrival has come with some public support, cast as an alternative to the former colonial power France and promising more equal partnerships. When Wagner forces entered Mali in 2022, crowds lined the roads to greet them, waving Russian flags. Extensive pro-Russia disinformation campaigns typically precede Russia’s military involvement, laying the groundwork for such welcomes.

The relationship is extractive: in return for soldiers, Russia typically receives natural resources, including diamonds and gold, which help sustain a war that, despite Russia’s anti-imperialist posturing in Africa, is fundamentally imperial.

Repressive Central and West African governments, several run by military juntas or former army leaders who’ve traded their uniforms for civilian clothes, value a partner with no interest in scrutinising their human rights performance. Civil society organisations and media that try to expose human rights abuses by Russian forces come under attack.

From Africa to the frontlines

Russia is now exploiting the economic insecurity of many young African men, recruiting them to serve – and possibly die – on the Ukrainian front. Extensive recent civil society research has verified that Russia has so far recruited 1,417 African nationals, with the true figure almost certainly higher. The numbers have increased year on year, indicating a systematic plan. Egypt has supplied the most recruits, followed by Cameroon and Ghana. Of 1,417 verified recruits, 316, 22 per cent, have reportedly been killed.

Some recruits have expressed support for Russia online. Others are attracted by the promise of Russian citizenship and wages that far exceed anything they could earn at home. They may compare Russia’s apparent openness, signalled by its recent relaxation of visa requirements, with Europe’s increasing hostility towards migrants.

Others who’ve managed to escape report being conned. Fake job adverts made them believe they were signing up for civilian or support roles, including jobs as plumbers and security guards. On arrival, recruits are forced sign Russian-language contracts they can’t read, given minimal training and dispatched to the frontlines. The average service length of those killed is just six months, evidence that Russia treats them as expendable.

Intermediaries – including social media influencers who promote recruitment, travel agencies and people trafficking networks – are profiting from supplying recruits. In a bizarre political twist, Duduzile Zuma-Sambudla, a daughter of former South African president Jacob Zuma, is among those accused of recruiting Africans, including some falsely told they’d be trained as bodyguards for her father’s party. In December, South African police arrested five people on charges related to the recruitment of South Africans, including a journalist known for spreading pro-Russia propaganda.

Pressure for accountability

As evidence has accumulated, several African governments have taken action. The government of Togo warned its citizens about the dangers and, when several Togolese soldiers were captured in Ukraine, confirmed they’d been lured there by false promises of jobs and educational opportunities. Last year, the government of Botswana announced it was investigating the cases of two young men who believed they were signing up for a short-term military training programme but were forced to fight. In February, Ghana’s foreign minister confirmed that at least 55 of his country’s citizens had been killed and travelled to Ukraine to seek the release of Ghanaian prisoners of war. Police in Kenya and South African have arrested people trafficking gangs and closed down recruitment agencies. The Kenyan government recently announced Russia had agreed to stop recruiting Kenyan citizens, offering evidence that sustained bilateral pressure can produce results.

But many other African governments remain in denial, placing warm relations with Russia above the lives of their citizens. By doing so, they’re making clear that those lives are as disposable to them as they are to Russia.

Far more states must press Russia to end its abusive recruitment practices. And for international partners who claim to care about the welfare of young Africans, there’s a clear starting point: help address the economic conditions that create a ready pool of desperate recruits and drop the hostile migration policies that make Russia, of all places, look like a desirable destination.

Andrew Firmin is CIVICUS Editor-in-Chief, co-director and writer for CIVICUS Lens and co-author of the State of Civil Society Report.

For interviews or more information, please contact research@civicus.org

 


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Moldavie : Chișinău et Tiraspol s'écharpent à nouveau sur la Transnistrie

Courrier des Balkans - Mon, 04/20/2026 - 08:14

Les autorités de la république sécessionniste de Transnistrie rejettent fermement le projet d'intégration économique proposé par le gouvernement central de Moldavie. Moscou essaye de revenir dans le jeu en invoquant le format de négociation « 5+2 ».

- Le fil de l'Info / , , ,

« Les commissaires n’ont absolument aucun rôle »

Euractiv.fr - Mon, 04/20/2026 - 07:52

Également dans l'édition de lundi : Charles Michel, les bus sénégalais, le directeur de l'OLAF, les milliards de la Hongrie, Sánchez encensé

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Using Better Data to Break the Cycle of Permanent Crisis

Africa - INTER PRESS SERVICE - Mon, 04/20/2026 - 07:35

UNDP collaborations have shown what is possible when satellite data and recovery planning work together. Credit: UNDP

By Mukul Bhola and Devanand Ramiah
UNITED NATIONS, Apr 20 2026 (IPS)

We are stuck in response mode. But what good is an ambulance without a hospital?

Climate shocks are intensifying. Conflict is at record levels. Economies are fragile. Humanitarian appeals grow larger each year, while donor countries prioritise domestic and security concerns. One emergency follows another. Recovery slips further out of reach.

For years, the logic was straightforward: first save lives, then rebuild them. But in an era of overlapping shocks, that division is costly. By the time recovery begins, families have sold livestock, businesses have closed, children have left school, and local institutions are weaker than before. Crisis becomes the default condition.

If we want fewer protracted emergencies, recovery must start on day one.

The first 48 hours after a crisis are decisive. When authorities know which roads are blocked, which clinics are damaged, which markets are underwater, they can act immediately. Debris can be cleared before trade stalls. Water systems can be repaired before disease spreads. Small enterprises can reopen before savings disappear.

Until recently, a major obstacle was the speed and reliability of information. Governments were often forced to plan with fragmented or delayed data. Damage figures arrived weeks late. Assessments overlapped. Resources were deployed based on rough estimates rather than solid evidence.

That constraint is rapidly diminishing.

In Burundi after storms damaged thousands of homes, a rapid assessment measured losses to farms, houses, public infrastructure and businesses. Credit: UNDP Burundi

In recent years, collaboration between UNDP and the United Nations Satellite Centre, hosted at United Nations Institute for Training and Research (UNITAR), has shown what is possible when satellite data and recovery planning work together.

High-resolution imagery can now identify damaged buildings within days. Follow-up checks on the ground turn those findings into clear estimates of debris, lost livelihoods, disrupted services and the cost of rebuilding.

This is not simply faster mapping. It is a coordinated process: rapid satellite images, quick damage analysis, ground checks and immediate use of the results to guide recovery priorities and investment decisions.

In Colombia after widespread flooding, ground teams confirmed crop losses and blocked river transport, allowing recovery efforts to begin. Credit: UNDP Colombia

In Jamaica, when Hurricane Melissa struck in 2025, satellite images quickly showed the extent of the damage. Recovery teams used that information to estimate debris and plan its removal, reopening transport routes and clearing the way for reconstruction.

In Colombia’s 2024 rainy season, intensified by Tropical Storm Rafael, radar images revealed widespread flooding in Chocó and La Guajira. Ground teams confirmed crop losses and blocked river transport, allowing recovery efforts to begin before more families were forced to move.

Credit: UNDP Jamaica

After El Niño-driven storms, floods and landslides displaced hundreds of thousands in Burundi and damaged thousands of homes, a rapid assessment measured losses to farms, houses, public infrastructure and businesses. Those estimates helped set national recovery priorities and supported early talks with funders.

The pattern is consistent: when impact data arrives early, recovery decisions improve, creating the conditions for crises to shorten. Technology alone does not achieve this. Institutions that can operationalize evidence do.

The technology continues to improve. With stronger collaboration, credible estimates of physical damage and economic impact can now often be produced within 48 hours. Obstacles remain, including imagery access, weather and capacity constraints, but progress is unmistakable.

The financing architecture, however, still reflects the older reality. Emergency funding is designed to move quickly. Recovery financing often requires additional assessments, new appeals or prolonged negotiations. The result is a predictable lag between knowing the damage and investing in repair.

That lag is no longer defensible. When development actors and satellite analysts produce validated impact estimates within days, financing decisions should align with that speed.

Breaking the cycle of repeated emergency appeals will require more than improved analysis. It will require donors and institutions to treat early recovery as integral to response and to align financing with the pace of evidence.

In an age of permanent crisis, responding sequentially is a luxury the system can no longer afford. The first 48 hours should not only save lives. They should set recovery in motion.

Mukul Bhola is Director, United Nations Satellite Centre, UNITAR; Devanand Ramiah is Director of Crisis Readiness, Response and Recovery, UNDP

IPS UN Bureau

 


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